Die Friedrich-Alexander-UniversitĂ€t Erlangen-NĂŒrnberg (FAU) gehört zu den gröĂten, forschungsstĂ€rksten und international ausgerichteten UniversitĂ€ten in Deutschland. Am Fachbereich fĂŒr Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sind am Lehrstuhl fĂŒr Kommunikationswissenschaft (Prof. Dr. Adrian Meier) zwei Stellen als Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in bzw. Doktorand:in (m/w/d â 85%, EGr. E13 TV-L) befristet jeweils fĂŒr die Dauer von fĂŒnf Jahren zu besetzen. Der Stellenbeginn ist frĂŒhestens zum 01.04. und spĂ€testens zum möglich. Die Stellen sind befristet im Rahmen eines durch die EuropĂ€ische Union geförderten Drittmittelprojekts und ermöglichen die eigene wissenschaftliche Weiterqualifikation (Promotion). Die Anstellung erfolgt in Teilzeit (85%) in der Entgeltgruppe E13 des TV-L. Der Fachbereich fĂŒr Wirtschafts- und Sozialwissenschaften stellt BĂŒrorĂ€ume in NĂŒrnberg bereit. Die TĂ€tigkeit kann zudem an mindestens zwei Tagen pro Woche im Homeoffice ausgeĂŒbt werden.
Der Lehrstuhl fĂŒr Kommunikationswissenschaft erforscht schwerpunktmĂ€Ăig das Zusammenspiel zwischen digitaler Kommunikation und Mediennutzung mit dem Wohlbefinden, der Gesundheit und der Selbstregulation sowie die gesellschaftlichen Folgen des digitalen Wandels fĂŒr Arbeitswelt, Beziehungen und soziale KohĂ€sion. In der Forschung arbeitet die Professur vorwiegend mit kommunikationswissenschaftlichen, (medien-)psychologischen und soziotechnischen Theorien sowie mit vielfĂ€ltigen empirischen Methoden. NĂ€here Informationen zum Team und den Forschungsschwerpunkten finden Sie hier.
Beide Stellen sind in einem EU-Exzellenz-Projekt angesiedelt, das mit 1,5 Mio. ⏠durch den European Research Council (ERC) gefördert wird. Das interdisziplinĂ€re Projekt HIYIHI â Social Well-Being from Hybrid Interactions in Hybrid Work kombiniert innovative Perspektiven und Methoden der Kommunikationswissenschaft, Psychologie, Soziologie und Human-Computer-Interaction. Gemeinsam mit dem Lehrstuhlinhaber und einem Postdoktorand wirkt die zu besetzenden Stellen zentral an der Umsetzung eines ambitionierten und zukunftsorientierten Forschungsprogramms mit.
Vor dem Hintergrund einer zunehmenden "Einsamkeitsepidemie" und der rasanten Verbreitung von KI-Assistenten zielt das ĂŒbergeordnete Projekt darauf ab, die Dynamiken von Face-to-Face-, digitaler und Mensch-KI-Kommunikation zu verstehen. Im Fokus stehen dabei die Auswirkungen auf das soziale Wohlbefinden und den Zusammenhalt in der hybriden Arbeitswelt . HierfĂŒr verbindet das Projekt qualitative und digital-ethnographische Methoden mit einer reprĂ€sentativen Panel-Befragung, Analysen von Experience Sampling und digitalen Verhaltensdaten sowie Computational Methods und Feldexperimente.
Die erste Stelle (PhD 1 ) wirkt zentral an der Umsetzung einer Mehrmethoden-Studie mit, die Befragung, teilnehmende Beobachtung, digitale Ethnographie und qualitative Interviews unter hybrid arbeitenden BerufstĂ€tigen kombiniert, um komplexe Kommunikationsepisoden und -dynamiken im Arbeitsalltag zu verstehen. Mit Daten der ersten Panel-Welle wird PhD 1 zudem die Kommunikation in der hybriden Arbeitswelt auf ihre sozioökonomische und organisationale Bedingtheit und ihre ZusammenhĂ€nge mit KohĂ€sion und Gemeinschaftssinn hin prĂŒfen. Aufbauend auf vorherigen Erkenntnissen entwickelt PhD 1 schlieĂlich eine kommunikative Verhaltensintervention und testet in einem Feldexperiment, inwieweit diese das soziale Wohlbefinden von BeschĂ€ftigten verbessern kann.
Die zweite Stelle (PhD 2 ) untersucht zunĂ€chst groĂe TextdatensĂ€tze digitaler Kommunikation hybrider globaler Teams sowie Datenspenden von Mensch-KI-ChatverlĂ€ufen, um ein tieferes VerstĂ€ndnis dieser Kommunikationsepisoden zu erlangen. Im weiteren Verlauf arbeitet PhD 2 mit Verhaltensspuren der digitalen und Mensch-KI-Kommunikation (bspw. Logdaten, Webtracking), die im Rahmen der Panel-Studie mit ErwerbstĂ€tigen erhoben werden. SchlieĂlich entwickelt PhD 2 ein Feldexperiment, das die Auswirkungen von Mensch-KI-Kommunikation auf soziale Interaktionen und soziales Wohlbefinden im Arbeitsalltag kausal prĂŒft.
Die Mitwirkung am gesamten Projekt erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhlinhaber und dem Postdoktorand, ergĂ€nzt durch regelmĂ€Ăigen Austausch mit einem interdisziplinĂ€ren Netzwerk internationaler und lokaler Projektpartner sowie im Rahmen von Workshops und wissenschaftliche Konferenzen.
Die FAU Erlangen-NĂŒrnberg ist ein Ort der Vielfalt und seit 2016 Mitglied des Best Practice Clubs âFamilie in der Hochschuleâ. Sie fördert die berufliche Gleichstellung von Frauen und bittet deshalb Frauen nachdrĂŒcklich um ihre Bewerbung. Die Stelle ist fĂŒr schwerbehinderte Menschen geeignet. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung, BefĂ€higung und fachlicher Leistung bevorzugt eingestellt.
Sie sind herzlich eingeladen, Ihre aussagekrĂ€ftigen Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf mit akademischem Werdegang, Zeugnisse, Abschlussâ bzw. Seminararbeit oder erstes Manuskript/Publikation als Arbeitsprobe, ggf. relevante Berufserfahrung, ggf. Vortrags- und Publikationsliste) in deutscher oder englischer Sprache bis zum als ein PDF per EâMail an einzureichen. WICHTIG: Bitte geben Sie im Anschreiben an, auf welche der beiden Stellenprofile Sie sich bewerben. Hinsichtlich des Einstellungsdatums besteht FlexibilitĂ€t im genannten Zeitraum, sprechen Sie uns gerne an.
FĂŒr RĂŒckfragen steht Ihnen Herr Prof. Dr. Adrian Meier ( ) zur VerfĂŒgung.
#J-18808-LjbffrVeröffentlichungsdatum:
29 Jan 2026Standort:
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