Während die finanzielle und in Teilen auch die ökologische Bewertung von Emissionsreduktionsmaßnahmen in der Wissenschaft und der Praxis bereits weitgehend etabliert sind, stellt die Quantifizierung sozialer Kriterien noch immer eine große Herausforderung für Unternehmen und Organisationen dar. Die meisten bisherigen Ansätze sind entweder unzureichend oder lediglich auf Basis von qualitativen Kriterien, was eine Vergleichbarkeit und Berechenbarkeit stark limitiert.
Im Rahmen der Arbeit sollen bestehende quantitative Bewertungsansätze und Kennzahlen analysiert und hinsichtlich ihrer Stärken und Schwächen in mehreren Kriterien beurteilt werden. Darauf aufbauend soll ein erstes Konzept zur Weiterentwicklung der bestehenden Ansätze bzw. der Neuentwicklung einer anwendungsorientierten Methode entwickelt werden. Die soziale Bewertung soll sich hierbei sowohl auf Aspekte innerhalb des anwendenden Unternehmens als auch in dessen Lieferkette und darüber hinaus (z. B. mit Fokus auf die Gesellschaft) beziehen.
Zu Beginn der Arbeit soll eine systematische Literaturrecherche durchgeführt werden, bei welcher bestehende Ansätze zur Bewertung sozialer Kriterien identifiziert werden (z. B. Ansätze aus der S-LCA, soziale Kennzahlen aus Nachhaltigkeitsberichterstattung, Social Return on Investment). Auf Basis unterschiedlicher Beurteilungsdimensionen (z. B. Datenverfügbarkeit, Quantifizierung, Anwenderfreundlichkeit, Aussagekraft, etc.) soll eine Bewertung der existierenden Ansätze erfolgen, wobei die Stärken und Schwächen der einzelnen Methoden hervorgehoben werden sollen. Auf Basis dieser Analyse und ggf. weiterer empirischer Erhebungen soll ein erstes Konzept zur Weiterentwicklung bestehender Ansätze bzw. der Neuentwicklung eines bisher unerforschten Ansatzes entwickelt werden. Hierzu können beispielsweise Experteninterviews oder quantitative Umfragen mit Unternehmen und sonstigen relevanten Organisationen durchgeführt werden.
Im Forschungsbereich Nachhaltige Wertschöpfungssysteme beschäftigen wir uns mit Methoden zur Bewertung von ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten von Produkten, Prozessen, Organisationen und Technologien. Die Entwicklung und Validierung von Strategien zur Optimierung von Nachhaltigkeitsleistung ist ebenfalls Teil der täglichen Arbeit.
Vorausgesetzt wird ein aktuelles, fortgeschrittenes Studium an einer deutschen Hochschule/Universität im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen, Nachhaltigkeitsmanagement, Umweltwissenschaften, Betriebswirtschaft, Sozialwissenschaften oder verwandter Fachrichtungen. Erwartet werden ein fundiertes Interesse an Nachhaltigkeits- und ESG-Themen sowie an der quantitativen Bewertung unternehmerischer Transformationsstrategien. Bewerber sollten über ein gutes analytisches und konzeptionelles Denkvermögen verfügen sowie Erfahrung in wissenschaftlicher Literaturrecherche und strukturiertem Arbeiten mitbringen. Kenntnisse in Nachhaltigkeitsberichterstattung (z. B. CSRD/ESRS, GRI) oder in Methoden der Wirkungsbewertung (z. B. LCA, Social LCA, MCDA) sind von Vorteil, jedoch keine zwingende Voraussetzung. Sicherer Umgang mit gängigen Analysewerkzeugen (z. B. Excel oder vergleichbare Software) sowie eine selbstständige, zuverlässige und lösungsorientierte Arbeitsweise werden erwartet. Sehr gute Deutsch- oder Englischkenntnisse in Wort und Schrift sind erforderlich.
Die Abschlussarbeit wird im Rahmen eines strukturierten Betreuungsprozesses eng begleitet. Sie erhalten fachliche Unterstützung bei der thematischen Einarbeitung, methodischen Ausgestaltung und praktischen Umsetzung der Arbeit. Für die Bearbeitung der Arbeit kann die vorhandene Infrastruktur genutzt werden; hierzu zählen ein Arbeitsplatz in den Büroräumen, Zugang zu relevanten Datenbanken sowie gängige Analyse- und Softwaretools.
Wir wertschätzen und fördern die Vielfalt der Kompetenzen unserer Mitarbeitenden und begrüßen daher alle Bewerbungen – unabhängig von Alter, Geschlecht, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion, Weltanschauung, Behinderung sowie sexueller Orientierung und Identität. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt. Unsere Aufgaben sind vielfältig und anpassbar – für Bewerber*innen mit Behinderung finden wir gemeinsam Lösungen, die ihre Fähigkeiten optimal fördern. Das Gleiche gilt, wenn sie aufgrund einer Behinderung nicht alle Profilanforderungen erfüllen.
Mit ihrer Fokussierung auf zukunftsrelevante Schlüsseltechnologien sowie auf die Verwertung der Ergebnisse in Wirtschaft und Industrie spielt die Fraunhofer-Gesellschaft eine zentrale Rolle im Innovationsprozess. Als Wegweiser und Impulsgeber für innovative Entwicklungen und wissenschaftliche Exzellenz wirkt sie mit an der Gestaltung unserer Gesellschaft und unserer Zukunft.
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Frau Lisa Schäfer
Recruiting
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Kennziffer: 82848 Bewerbungsfrist:
#J-18808-LjbffrVeröffentlichungsdatum:
22 Jan 2026Standort:
StuttgartTyp:
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Development & ITErfahrung:
2+ yearsArbeitsverhältnis:
Angestellt
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