Die 1607 gegründete Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ist eine traditionsreiche Forschungsuniversität. Inspiriert von der Neugier auf das Unbekannte ermöglichen wir rund 25.000 Studierenden und 5.800 Beschäftigten, Wissenschaft für die Gesellschaft voranzutreiben. Gehen Sie zusammen mit uns neue Wegeund schreiben Sie Erfolgsgeschichten– Ihre eigene und die der Universität.
Unterstützen Sie uns ab in Teilzeit (65 %) als
Das Forschungsvorhaben ist im Rahmen des LOEWE-Zentrums „DynaRel – Dynamiken des Religiösen: Ambivalente Nachbarschaften zwischen Judentum, Christentum und Islam in historischen und gegenwärtigen Konstellationen“ verankert. Das interdisziplinäre geistes- und sozialwissenschaftliche LOEWE-Zentrum widmet sich unter der Federführung der Goethe-Universität Frankfurt in fünf Programmbereichen der Untersuchung religiöser, kultureller und politischer Wechselbeziehungen zwischen den drei großen monotheistischen Traditionen, siehe: Es nutzt dazu das Konzept der „Nachbarschaft“ und möchte die vielschichtigen – dialogisch wie konflikthaften – religiösen, kulturellen und politisch-sozialen Verflechtungen und Dynamiken zwischen Judentum, Christentum und Islam in Geschichte und Gegenwart untersuchen.
Die hier ausgeschriebene Promotionsstelle ist im Programmbereich 3 „Flucht und Migration als Herausforderung“ angesiedelt und soll religiöse Aspekte in der Geschichte der griechischen Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschland im Zeitraum von 1960 bis 1982 unter der Nutzung von Oral-History untersuchen. Zentral ist dabei die Frage, wie sich der religiöse Alltag im Leben der griechischen ArbeitsmigrantInnen in der Bundesrepublik im Zeitraum von 1960 bis 1980 gestaltete. Das Projekt zielt also auf die Untersuchung religiöser Alltagspraktiken ab. Dabei interessieren hier z.B. lokale Dynamiken des Religiösen in multireligiösen, multiethnischen bzw. multinationalen Räumen wie Nachbarschaft, Betrieb, Schule, öffentlicher Raum etc. sowie hier eingeschriebenen Aushandlungsprozesse zwischen Repräsentanten der unterschiedlichen konfessionellen Communities. Zugleich wird die Rolle religiöser Institutionen als Akteure im Alltag und damit in der Gestaltung des Migrationsgeschehens sowie die Bedeutung religiöser Zugehörigkeit in der administrativen Verwaltung des Migrationsprozesses durch Behörden untersucht. Möglich wären hier auch Fragen nach der materiellen Kultur des Religiösen, z.B. wie sich religiöse Alltagskultur und Konsum in unterschiedlichen räumlichen und zeitlichen Settings von Migration bedingten oder aber inwieweit sich die Performanz von religiösen Praktiken im Migrationsalltag auswirkte oder aber im nachbarschaftlichem Kontakt veränderte.
Das Projekt nutzt mikrohistorische Ansätze der Emotionsgeschichte und der Oral History und zielt darauf ab, lebensgeschichtliche Interviews von Migranten/-innen der ersten und zweiten Generation sowohl in mehreren hessischen Gemeinden als auch in Griechenland durchzuführen.
Die Stelle ist im Rahmen eines drittmittelfinanzierten Projekts befristet gemäß § 2 WissZeitVG und § 72 HessHG mit Gelegenheit zur eigenen wissenschaftlichen Qualifizierung an der Professur für Südosteuropäische Geschichte, Historisches Institut am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften zu besetzen. Bei Vorliegen der tariflichen Voraussetzungen erfolgt die Vergütung nach Entgeltgruppe 13 TV-H.
Sie werden, soweit die zulässige Höchstdauer einer befristeten Beschäftigung nicht überschritten wird, für den Zeitraum vom bis beschäftigt.
Das Erbringen wissenschaftlicher Dienstleistungen (einschließlich der Bearbeitung eines aus Mitteln Dritter befristet finanzierten Forschungsvorhabens) dient zugleich der wissenschaftlichen Qualifizierung.
Die JLU begrüßt qualifizierte Bewerbungen unabhängig von biologischem und sozialem Geschlecht, Behinderung, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion, Weltanschauung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität. Die JLU strebt gemäß Frauenförderplan einen höheren Frauenanteil an; deshalb bitten wir qualifizierte Frauen nachdrücklich, sich zu bewerben. Die JLU ist als familiengerechte Hochschule zertifiziert. Bewerbungen Schwerbehinderter werden bei gleicher Eignung bevorzugt.
Sie wollen mit uns neue Wege gehen?
Bewerben Sie sich über unser Onlineformular bis zum unter Angabe der Referenznummer 608/04. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.
#J-18808-LjbffrVeröffentlichungsdatum:
23 Jan 2026Standort:
GießenTyp:
VollzeitArbeitsmodell:
Vor OrtKategorie:
Erfahrung:
2+ yearsArbeitsverhältnis:
Angestellt
Möchtest über ähnliche Jobs informiert werden? Dann beauftrage jetzt den Fuchsjobs KI Suchagenten!







