Die Kreislaufwirtschaft gilt als Schlüssel, um Ressourcenverbrauch und Emissionen in der Industrie nachhaltig zu reduzieren. Ein besonders wirtschaftlich vielversprechender Ansatz ist die wertsteigernde Kreislaufwirtschaft (Upgrade Circular Economy): die gezielte Aufwertung bereits genutzter Produkte durch modulare Upgrades, statt sie durch Neugeräte zu ersetzen. Die meisten produzierenden Unternehmen stufen höhere R-Strategien als relevant ein, scheitern jedoch an der Umsetzung. Eine zentrale Ursache liegt in der Wirtschaftlichkeitsbewertung: Vorhaben der wertsteigernden Kreislaufwirtschaft werden im Projektportfolio nicht fair mit linearen Alternativen verglichen, weil herkömmliche Entscheidungskennzahlen zentrale Effekte wie Resilienz, Kundenbindung oder Erlöse über mehrere Nutzungszyklen nicht korrekt abbilden. Neben der Erlösseite gilt dies ebenso für die Kosten: Klassische Kostenmodelle sind auf lineare Produktlebenszyklen ausgelegt und erfassen Kostenpositionen der wertsteigernden Kreislaufwirtschaft, etwa für die Entwicklung von Upgrade-Modulen oder die Rückführung gebrauchter Komponenten, nicht systematisch. Genau hier setzt diese Abschlussarbeit an: Es soll ein Kostenmodell erstellt werden, das die Kosten entlang des wertsteigernden Produktlebenszyklus vollständig erfasst und in eine berechenbare Kostenstruktur überführt. Die Ergebnisse fließen direkt in das Forschungsprojekt GRROW ein und können bei Bedarf in eine Veröffentlichung überführt werden. Durch das Forschungsprojekt stehen namhafte Industriepartner wie bspw. Miele zur Verfügung.
Veröffentlichungsdatum:
31 Jul 2026Standort:
AachenTyp:
VollzeitArbeitsmodell:
Vor OrtKategorie:
Erfahrung:
2+ yearsArbeitsverhältnis:
Angestellt
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