Die Professur „Ethnografische Kulturanalyse“ ist im Fach Europäische Ethnologie/Empirische Kulturwissenschaft/Kulturanthropologie als Kulturwissenschaft alltäglicher Lebenswelten angesiedelt. Sie vertritt die Perspektive des Fachs in einem der drei Schwerpunktbereiche der Geisteswissenschaftlichen Fakultät, vorzugsweise im Bereich „Wahrnehmung: Episteme, Ästhetik, Politik“ .
In Forschung und Lehre liegt der Fokus auf dem beziehungsgeleiteten Verstehen von Praktiken, Erfahrungen und Narrativen sozialer Akteur:innen und der Analyse ihrer Verflechtung in gegenwärtige Prozesse gesellschaftlicher Transformation. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der methodologischen und epistemologischen Reflexion von Ethnografie als Modus der relationalen Wissensproduktion in komplexen Machtverhältnissen.
Wünschenswert ist eine kulturanthropologisch perspektivierte Aufmerksamkeit für die Rolle von Affekten und sinnlicher Wahrnehmung in intersubjektiven (Forschungs-)begegnungen, sowie Expertise in kreativen, kollaborativen und multimodalen Erweiterungen von Forschungsmethoden, didaktischen Formaten und Vermittlungsaktivitäten im öffentlichen Raum.
Die Einwerbung von Drittmitteln wird erwartet und die:der Stelleninhabende treibt die zukünftige Weiterentwicklung des Fachs auf internationalem Niveau in Forschung und Lehre voran. Die Professur entwickelt Forschungsprojekte und führt diese an der Universität Graz durch und trägt damit zur weiteren Profilierung des Instituts bei.
Die:Der Stelleninhabende wird das Fach im Bachelorstudium „Europäische Ethnologie“ und im Masterstudium „Empirische Kulturwissenschaft und Politische Anthropologie“ sowie im Doktoratsstudium der Geisteswissenschaftlichen Fakultät in Forschung und Lehre vertreten und an der universitären Selbstverwaltung mitwirken.
AnstellungserfordernisseDarüber hinaus werden hohe persönliche Motivation zu wissenschaftlicher Exzellenz in Forschung und Lehre, eine verantwortungsbewusste Arbeitsweise sowie die Fähigkeit zur Zusammenarbeit in Forschungsteams und zur Inspiration von Kolleg:innen und Studierenden erwartet. Freude an der Arbeit mit Menschen in einem interdisziplinären und international orientierten Umfeld wird ebenso vorausgesetzt wie wissenschaftliche Integrität und Problemlösungsfähigkeit.
Am Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie wird zu gegenwärtigen und vergangenen Alltagskulturen geforscht und gelehrt, mit professioneller Neugierde und kritischer Aufmerksamkeit für gesellschaftliche Transformationsprozesse. Dabei wird besonderer Wert auf forschungsgeleitete Lehre, interdisziplinären Austausch und die Zusammenarbeit mit außeruniversitären Akteuren gelegt.
Das kollektivvertragliche Mindestentgelt gemäß der angegebenen Einstufung beträgt € 93.986,20 brutto/Jahr . Ein allfälliges höheres Gehalt kann zum Gegenstand von Verhandlungen gemacht werden.
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