Position Overview
Am Institut f. interdisziplinäre Konflikt- u. Gewaltforschung (IKG) richtet die folgende Position ein:
Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (m/w/d) im Projekt "Ambivalenz und Karrierewege"
- Teilzeit 65 %
- Vergütung nach TV‑L E13
- Befristet bis zum 31.
- Dienstreisen innerhalb Deutschlands erforderlich
Projektbeschreibung
Das Forschungsprojekt "Ambivalenz und Karrierewege: Eine empirische Studie zur Durcharbeitung biografischer Krisen junger Männer zwischen Erfolgsparcours und Street‑Jihadi‑Spektrum" untersucht, wie junge Männer aus marginalisierten Milieus Erfahrungen von Exklusion und epistemischer Gewalt verarbeiten und welche biografischen Folgen unterschiedliche kulturelle und religiös‑politische Deutungsangebote haben. Im Mittelpunkt stehen biografische Weggabelungen, die in Kriminalität, politischen und gewaltbereiten Salafismus, sozial‑kreative Wege oder Bildungsaufstiege münden. Auf Grundlage von 76 lebensgeschichtlichen Interviews wird rekonstruiert, unter welchen sozialen und kulturellen Bedingungen sie diese unterschiedlichen Lebensverläufe einnehmen, fortführen, abbrechen oder wechseln. Außerdem wird analysiert, welche Rolle kulturelle Skripte wie Rap‑Texte oder ideologische Narrative bei der Bewältigung biografischer Krisen spielen.
Methodisch basiert das Projekt auf einem rekonstruktiven Forschungsdesign der Grounded Theory und verbindet biografisch‑narrative Interviews mit der Analyse subkultureller Dokumente. Ziel ist die Entwicklung einer Typologie, die unterschiedliche Karriereverläufe und ihre Entstehungsbedingungen erklärt. Die Ergebnisse werden gemeinsam mit Akteur*innen aus Jugendarbeit und Präventionspraxis für den Wissenstransfer aufbereitet.
Das Projekt wird von Denis van de Wetering (IKG Bielefeld) in enger Kooperation mit Dr. Felix Roßmeißl (HS Fulda) durchgeführt.
Ihre Aufgaben
- Eigenständige Auswertungen des vorhandenen qualitativen Datenmaterials (30 %)
- Unterstützung, Teilnahme und Mitwirkung an der Präsentation und Diskussion der Forschungsergebnisse auf Fachtagungen und in Fachgesprächen (20 %)
- Konzeption und Durchführung eines Abschlussworkshops mit Akteur*innen der Interventions‑ und Präventionspraxis (10 %)
- Erstellung von peer‑reviewten Fachartikeln und Policy‑Papers (15 %)
- Verfassen des Abschlussberichts (5 %)
- Mitarbeit beim Aufbau und der Pflege der digitalen Infrastruktur zur projektbezogenen Kommunikation, Dokumentation und Publikation (20 %)
- Insbesondere die Content‑Management‑Systeme zur Pflege der Projektwebsite sowie digitale Tools für Social‑Media‑ und Community‑Management zur koordinierten Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation mit relevanten Praxis‑ und Fachakteur*innen
Unser Angebot
- Vergütung nach TV‑L E13
- Befristet bis zum 31.
- Teilzeit 65 %
- Interne und externe Fortbildungsmöglichkeiten
- Vielzahl von Gesundheits‑, Beratungs‑ und Präventionsangeboten
- Vereinbarkeit von Familie und Beruf
- Flexible Arbeitszeiten
- 30 Tage Urlaub bei einer 5‑Tage‑Woche
- Grundsätzliche Möglichkeit zum mobilen Arbeiten
- Gute Verkehrsanbindung
- Betriebliche Zusatzversorgung (VBL)
- Kollegiale Zusammenarbeit
- Offene und angenehme Arbeitsatmosphäre
- Spannende und abwechslungsreiche Tätigkeiten
- Modernes Arbeitsumfeld mit digitalen Prozessen
- Vielfältige Angebote (Mensa, Cafeteria, Restaurants, Uni‑Shop, Geldautomaten etc.)
Ihr Profil – Das erwarten wir
- Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder vergleichbar) in Sozialwissenschaften, Soziologie, Erziehungswissenschaft, Politikwissenschaft, Kriminologie oder verwandten Disziplinen
- Erfahrungen in der empirischen Sozialforschung, z. B. im Rahmen von Forschungsprojekten, Abschlussarbeiten oder wissenschaftlichen Tätigkeiten
- Interesse an den Themen soziale Ungleichheit, Jugend, Devianz, Radikalisierung, Gewalt oder Bildungsverläufe
- Fähigkeit zum selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten und zur eigenständigen Organisation von Arbeitsprozessen
- Bereitschaft, sich in komplexe theoretische und empirische Forschungszusammenhänge einzuarbeiten
- Sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift
- Fähigkeit zur und Interesse an Teamarbeit sowie Freude am wissenschaftlichen Austausch
Ihr Profil – Das wünschen wir uns
- Erfahrungen im Umgang mit qualitativen Daten und Auswertungsmethoden (z. B. Inhaltsanalyse) sowie die Bereitschaft, sich in weiterführende rekonstruktive qualitative Auswertungsverfahren einzuarbeiten
- Sicherer Umgang mit gängigen Auswertungsprogrammen (z. B. MAXQDA)
- Sicherer Umgang mit Content‑Management‑Systemen zur wissenschaftlichen Öffentlichkeitsarbeit, internen Projektkommunikation sowie zur Dokumentation und Wissenssammlung (z. B. WordPress und Sophora)
- Sicherer Umgang mit EDV‑gestützter Gestaltung von Präsentationen und der Visualisierung von Forschungsbefunden (z. B. Canva, Photoshop)
- Interesse an biografischer Forschung sowie an Fragen sozialer Benachteiligung, Zugehörigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe
- Erfahrungen im wissenschaftlichen Schreiben und Präsentieren
- Erfahrung in der adressat*innen‑gerechten und niedrigschwelligen Kommunikation wissenschaftlicher Befunde im Spannungsfeld von Wissenschaft, Praxis und Öffentlichkeit
- Interesse an einer wissenschaftlichen Weiterqualifizierung im Themenfeld des Projekts oder angrenzender Forschungsbereiche
Weitere Informationen
Bewerbungsfrist: 30.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte nutzen Sie hierfür vorzugsweise unser Online‑Formular. Das Formular erreichen Sie über den Button „JETZT BEWERBEN“.
Kontakt
Heiko Mata
0521 106‑67409
Anschrift
Universität Bielefeld
IKG
Heiko Mata
Postfach 10 01 31
33501 Bielefeld
Bewerbungen von Frauen sind besonders gewünscht. Bewerbungen von geeigneten schwerbehinderten oder ihnen gleichgestellten behinderten Menschen sind ausdrücklich erwünscht. Die Universität Bielefeld ist Zertifikat für Gleichstellung und familienfreundliche Hochschule.
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